DRAM-Preisausblick für 2026 mit Fokus auf den prognostizierten Anstieg der Marktpreise um 60 Prozent.

DRAM-Preise werden in die Höhe schießen: 60 Prozent Anstieg für Q1 2026 prognostiziert

Die DRAM-Preisprognose 2026 deutet aufgrund der KI-Nachfrage und Angebotsengpässen auf einen deutlichen Preisanstieg hin.

 

Das Marktforschungsunternehmen TrendForce hat eine alarmierende Prognose für den Speichermarkt veröffentlicht. Für herkömmlichen DRAM werden im ersten Quartal 2026 Vertrags­preise erwartet, die im Vergleich zum Vorquartal um 55 bis 60 Prozent steigen. Dieser Anstieg folgt auf eine bereits im vierten Quartal 2025 verzeichnete deutliche Erhöhung um 45 bis 50 Prozent.
Der KI-Effekt: Warum die Preise so stark steigen
Der Hauptgrund für diesen kräftigen Preisanstieg ist der Boom der künstlichen Intelligenz. Große DRAM-Anbieter – darunter Branchenführer wie Samsung, SK Hynix und Micron – verlagern ihre Produktionskapazitäten drastisch. Um die unersättliche Nachfrage nach KI-Servern zu bedienen, priorisieren diese Hersteller fortschrittliche Fertigungsprozesse für Server-DRAM und High Bandwidth Memory (HBM).
Einschränkungen in der Lieferkette
Da sich die Wafer-Kapazitäten auf diese margenstarken KI-Produkte verlagern, wird das Angebot an herkömmlichem DRAM für PCs und Smartphones stark eingeschränkt. Dieser „Verdrängungseffekt“ hat bei Unterhaltungselektronik zu einem engen Angebotsengpass geführt und die Preise in bisher beispiellosem Tempo nach oben getrieben.
Marktausblick
Da in den USA ansässige Cloud-Service-Provider Produktionskapazitäten aggressiv sichern, um ihre KI-Infrastruktur abzusichern, dürfte der Engpass für den Gesamtmarkt anhalten. Für Verbraucher und Unternehmen, die Hardware-Upgrades planen, steht die erste Hälfte des Jahres 2026 für eine Phase historisch hoher Komponentenpreise.